06.04.2018 Fünf Milliarden US-Dollar für IoT

Microsoft investiert ins Internet der Dinge

In den kommenden vier Jahren will Microsoft insgesamt fünf Milliarden US-Dollar in das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) investieren. Das Ziel sei, Unternehmen aller Größen und Branchen zu befähigen, ihr Geschäft mit IoT-Lösungen digital zu transformieren.

IoT-Lab von Microsoft in Redmond

Blick in das IoT-Lab von Microsoft in Redmond

Bereits heute setzen Unternehmen weltweit auf IoT- und Cloud-Lösungen von Microsoft. So zeigen auf der Hannover Messe vom 23. bis 27. April 2018 über 25 Kunden und Partner der Redmonder, wie sie mit Künstlicher Intelligenz, IoT und Mixed Reality neue digitale Produkte und Services bereitstellen. „IoT ist keine Frage der Firmengröße oder Branche“, sagt Anna Notholt von Microsoft Deutschland. „Unsere Mission ist es, IoT-Technologien für alle Geschäftskunden und Organisationen verfügbar zu machen und ihnen den Einstieg in das Internet der Dinge zu erleichtern. Mit IoT-Technologien transformieren sie nicht nur Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb und Kundenbetreuung. Vielmehr können sie auch komplett neue digitale Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle entwickeln.“

Die Angebote der Redmonder umfassen eigenen Angaben zufolge heute schon alles, was man für einen IoT-Einstieg benötigt: Betriebssysteme für verschiedene Geräteklassen, Cloud-Dienste zur Steuerung und Sicherung sowie Anwendungen für die intelligente Analyse und Nutzung von Daten. Unternehmen wie Schneider Electric mit einem Projekt zur Nutzung von Solarenergie in nigerianischen Schulen und Kliniken oder Johnson Controls mit intelligenten Thermostaten nutzen diese Technologien für neue Produkte, Lösungen und Dienstleistungen.

Doch nicht nur im internationalen Umfeld, sondern auch deutsche Firmen setzen bei ihren IoT-Szenarien auf Microsoft-Technologien:

  • UrbanPulse der Urban Software Institute GmbH ist eine offene Echtzeit-IoT-Datenplattform für integrierte Datenspeicherungen und Bereitstellung von heterogenen Sensordaten. Es gilt als das Herzstück eines integrierten Smart-City-Cockpits und verbindet Datenströme, beispielsweise zu Lärmbelästigung, Umweltdaten oder Parkplatzauslastungen. Die Signale werden so umgewandelt, dass sie vergleichbar und nutzbar werden und vorausschauende Analysen ermöglichen. Für den weltweiten Betrieb nutzt das Unternehmen die Cloud-Plattform Azure.
  • Der Lichtkonzern Osram bietet mit Lightelligence eine IoT-Plattform für Applikationen in der Licht- und Gebäudetechnik. In Lightelligence lassen sich verschiedene Komponenten und Steuerungssysteme einbinden. Das System ist offen für die Integration von Produkten, Programmen und Schnittstellen aller Hersteller, heißt es. Für die Bereitstellung der Plattform setzt Osram auf die Infrastrukturdienste von Azure.
  • Tapio schafft zusammen mit seinen 20 ein offenes Ökosystem für die Holzindustrie: Maschinenbauer, Werkzeug- und Materialhersteller plus weitere Partner der Holzindustrie nutzen mit Tapio die gleiche Technologieplattform u. a. auf Basis von Azure. So entstehe ein vielseitiges Ökosystem mit durchdachten, digitalen Dienstleistungen und Lösungen für gemeinsame Kunden jeder Größe, heißt es in einer Pressemdeldung. Diese sollen unter anderem die Transparenz in der Produktion, die Verbesserung von Services und das Zusammenspiel von Werkzeug und Material erleichtern.

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